Bury Tomorrow im Z-Bau

Erst Anfang 2019 wurde die Renovierung des Z-Bau Saals abgeschlossen, ehe dieser wieder für Konzerte geöffnet wurde. Nachdem ich bereits zwei Konzerte in dieser Kulisse erlebt hatte ,freute ich mich nun endlich die Metaler Bury Tomorrow hier live zu sehen.

Dort angekommen, gut gelaunt und mit stetig steigender Vorfreude auf das Konzert betrat ich die heiligen Hallen des Z-Baus. Schon während des Einlass war die gute Stimmung der Gäste und die Erheiterung der Raucherkolonne vor dem Eingang zu spüren. Es waren hauptsächlich Jugendliche bis Mitte Zwanziger zugegen. So wie man das vergleichsweise bei einem Bring Me The Horizon Konzert mittlerweile gewohnt ist.

Mit leichter Verspätung traten die Jungs von Blood Youth voller Elan auf die Bühne. Bereits beim ersten Song war zu merken, dass leider weder der Ton- noch der Lichttechniker den Elan teilten. Erst zur Mitte des Auftritts war der Ton halbwegs eingepegelt. Die Lichtshow war ein Standartprogramm, welches nicht extra auf die Show abgestimmt war. Vermutlich hatte die Band keine eigenen Techniker*innen dabei.
Insgesamt war der Auftritt nicht schlecht, aber auch nichts Besonderes und die Band wusste leider nicht, wie sie das Publikum am besten in ihren Bann ziehen.

Nach diesem eher fraglichen Auftritt folgte nach kurzer Umbauphase nun der zweite Supportact, die ebenfalls aus Englang stammenden Employed to Serve. Leider trat auch diese Band bis auf ihre teils unkoordinierten Ansagen zwischen Frontfrau Justine Jones und Gitarrist Sammy Urwin in den auffallend oft das Wort „Fucking“ vorkam und sehr an Attila erinnerte, nicht besonders in den Vordergrund des Abendprogrammes. Zwar war der Ton im Gegensatz besser, dafür aber die Lichteinstellung wieder sehr „random“. Leider wirkte Frontfrau Justine sehr unsicher auf der Bühne: Auch der Aufruf beim letzten Song, einen Circle Pit zu starten, endete eher in einem leichten Schmunkeln der Gäste anstelle eines Circle Pits.

Von den beiden Supports geprägt lagen nun alle Hoffnungen auf dem Headliner Bury Tomorrow. Alle schauten gespannt auf die Bühne, als das Intro die Show einleitete und man sofort erkennen konnte, dass die Lichtshow auf den Auftritt perfekt abgestimmt war. Hier stimmte einfach alles: Der Ton war gut, das Licht auf die Show abgestimmt und auch die Band wusste die Bühne gut auszunutzen.

Eins aber Stoß meine besondere Bewunderung aus: „Bury Tomorrow“ spielten das komplette aktuelle Album der gleichnamigen Tour, „Black Flame“. Wie Sänger Daniel Winter Bates später erklärte, spielen andere Bands ein komplettes Album nur bei Jubiläen, ihnen aber hat dieses Album sehr viel gebracht und sie viel weiter in der Metalszene aufsteigen lassen. Daher haben sie sich bewusst dazu entschieden, das komplette Album live zu performen. Warum auch nicht?
Ebenfalls sehr bewundernswert war der sich immer wieder neu formierende Circle Pit. Offensichtlich wusste das noch eher junge Publikum wie man gebührend feiert.

Am Ende des Konzertes luden Bury Me Tomorrow noch zum Treffen an den Merch-Stand ein. Super Sache! Bei Bands in dieser Größenordnung ist dies ja auch eher unüblich.

Insgesamt was das Konzert sehr schön, wenn auch mit seinen Höhen und Tiefen. Den Besuch eines Bury Me Tomorrow-Konzertes kann ich eindeutig empfehlen, wenn auch auf bessere Supports in Zukunft zu hoffen ist. Ich bleibe gespannt wie es mit der Band nach so einem phänomenalen Album wie Black Flame weitergehen wird.

  • Autor: Hannes Holler

Verwandte Beiträge

Beginne damit, deinen Suchbegriff oben einzugeben und drücke Enter für die Suche. Drücke ESC, um abzubrechen.

Zurück nach oben
X